Sind Freunde für die Akquise tabu? Kontakte nutzen. Integer bleiben.

Sind Freunde für die Akquise tabu? Kontakte nutzen. Integer bleiben.

Je mehr Kontakte in den Sales-Trichter reinkommen, desto höher die Chance, dass unten ein Neu-Auftrag rauskommt. Nur blöd, wenn ich keine Kontakte habe. Also wenn ich keine Menschen kenne, die sich für meine Leistungen interessieren. Echt blöd! ? Was also tun?

Gehen wir mal einige Optionen durch, um zu Kontakten zu kommen:
Messe-Stand...? Zu teuer.
Gewinn-Spiel auf der Website ausloben? Hab eh nur 3,75 Visitors pro Woche, sagt Google.
Im Bunny-Kostüm in der Fußgängerzone Leute ansprechen? Streuverlust zu hoch.
Im Bunny-Kostüm potentielle Auftraggeber besuchen..? Würdelos!
Also doch weinen? Auch irgendwie würdelos.

Tja.... In der verzweifelten Lage mag man schon mal auf die Idee kommen, ans Tafelsilber zu gehen: die wohlgehütete Liste der 56 Freunde in Deinem Adressbuch. Aber ist das ok? Darf ich das? Oder geht das gar nicht? Darf man Freunde für seine Akquise verbrennen? So hart formuliert, liegt die Antwort schnell auf der Hand: natürlich nicht! Weil wir wollen ja gute und edle Menschen bleiben, die Freunde verdienen. Wenn schon umsatz-schwach, dann wenigstens charakter-stark.

Wer sich mit der einfachen Antwort nicht abfinden möchte, für den gebe ich hier eine etwas differenzierende  Denkanleitung, die – wie ich meine – beides unter einen Hut bringen kann: Freunde und Leads.

 

 

 

 

Wie überzeugt bist Du von Deinem Wertbeitrag?

 

Als erstes schlage ich Dir vor, Dich und Dein Leistungsangebot nochmals zu hinterfragen. Zu wieviel Prozent bist Du davon überzeugt, das Richtige zu tun und einen wertvollen Beitrag zu leisten, den Du obendrein noch besser machst als andere? Meine weiteren Empfehlungen hängen in hohem Maße von Deiner Selbsteinschätzung ab. Also sei selbstkritisch und beziehe Position.

 

Überzeugtheit von Deinem Wertbeitrag

Zu wieviel Prozent bist Du von Deinem Wertbeitrag überzeugt?

 

Kennst Du eigentlich Deinen USP? Demnächst poste ich Dir hierzu Tipps. Dies hilft Dir bei der Selbsteinschätzung Deines Wertbeitrags.

 

Wenn Du unter 50 % liegst, gehst Du auf keinen Fall ans Tafel-Silber Deines Adress-Buchs. Deine Freunde sind beim Wettbewerb wohl besser beraten. Das schlimmste, was passieren kann, ist, dass Deine Freunde Dir aus Mitleid einen Job geben. Die Enttäuschung ist vorprogrammiert. Danach sind Freundschaft und Reputation gefährdet. Also dann lieber nochmals zurück auf Los und über Deine Business-Idee nachdenken oder andere Lead-Quellen anzapfen.

 

 

Ab 50% Überzeugtheit wird es interessant für's Geschäft

 

Wenn Du zwischen 50 und 80 % liegst, dann wage Dich frohen Mutes an eine Ansprache. Aber nicht blindlings, sondern überlegt. Das Zauberwort lautet hier wieder mal Nutzen-Orientierung und adressaten-gerecht.

 

 

Teile Deine Freunde in 3 Gruppen für die Akquise ein

 

Du teilst Deine Bekannte in drei Gruppen ein:

 

  • A-Bekannte, die von Deinem Angebot direkt selbst profitieren können, weil sie Deinem Beuteschema (Deiner Zielgruppe) entsprechen. A-Bekannte kannst Du bei der nächsten günstigen Gelegenheit ansprechen. Wie? Dazu schreibe ich bald ein paar Tipps.
  • B-Bekannte, die Dir zumindest eine Tür öffnen können zu einem potentiellen Neu-Kunden. B-Bekannte bittest Du bei der nächsten günstigen Gelegenheit um eine Empfehlung. Wie? Auch das lässt sich trainieren.
  • C-Bekannte können weder A noch B. C-Bekannte  lässt Du einfach weiterhin gute Freunde sein und hörst entspannt ihren Geschichten zu. Wer weiß, vielleicht wird ein C-Bekannter mal zu einem A- oder B-Bekannten.

 

Wenn Du über 80 % liegst und Du Dein Angebot nicht nur fachlich exzellent, sondern auch noch mit Passion und Freude ausführst, dann ist es wieder etwas anderes: Du brauchst wahrscheinlich die Ansprache Deiner Freunde gar nicht mehr in Erwägung ziehen. Vermutlich wenden sich Bekannte ohnehin schon aktiv an Dich und bitten Dich um Deinen professionellen Support.

 

 

Drück "Gefällt mir"...

...wenn Du diese Haltung gut findest.

 

 

Die richtige innere Haltung für privates Networking

 

Und noch ein Wort dazu, mit welcher inneren Haltung Du Deine Bekannten ansprichst. Ich empfehle: Stets mit gutem Gewissen und großer Natürlichkeit, denn Du hast Dich und Dein Angebot ja vorher kritisch überdacht. Siehe den Absatz oben.

Und daher baue in jedem Fall ein sehr natürliches Verhältnis zu Deiner professionellen Leistung auf. Eine Mischung aus Überzeugtheit vom eigenen Mehrwert, Freude am Erfolg, Stolz und Selbstverständlichkeit.

Wichtig: Sei Dir bewusst, dass Du in Deinem privaten Netzwerk in einem sensiblen Bereich arbeitest. Sei daher auch dezent zurückhaltend. Das zeigt Größe. Betreibe niemals verkrampft und aufdringlich Deine Ansprache im privaten Netzwerk.

 

Wie sind Deine Erfahrungen zu diesem Thema?
Wo hast Du mal einen Kontakt verbrannt?
Wie hast Du erfolgreich einen privaten Kontakt eingesetzt?

 

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