3 einfache Tricks, wie du schneller einen Text formulierst, der dich reich und glücklich macht.

Text Kompetenz

3 einfache Tricks, wie du schneller einen Text formulierst, der dich reich und glücklich macht.

Vermutlich gibt es gefühlte hundert Millionen Anlässe, warum du ein paar (oder auch mal ein paar mehr) Zeilen über dich und deine Angebote, deine Ideen und Talente schreiben möchtest. Aber wie soll das gehen? Okay, drei Tipps reichen dafür nicht ganz – aber sie sind ein super Anfang, damit du lockerer loslegen kannst. Und einfacher Zeilen formulierst, die dich deinem nächsten Traum-Auftrag ein ganzes Stück näherbringen. Egal ob Imagetext, Kontaktaufnahme oder konkretes Verkaufsangebot: Bring‘ dich mit deinen Worten groß raus!

 

Tipp 1: Fang‘ einfach irgendwo an!

In den meisten Text-Ratgebern liest man ganz schön viel über das richtige Vorgehen, einen Text zu formulieren – gerne am Beispiel eines Werbe-Mailings oder eines Anschreibens. Nach diesen Ratgebern ist das richtige Vorgehen immer, dass du spannend, „witzig“ oder sonst irgendwie irre klug in den Text einsteigen sollst.

Vergiss das einfach! Warum? Weil es überhaupt nichts bringt, sich stundenlang mit dem ersten Satz zu quälen. Das berühmte weiße Blatt Papier frustriert nur, wenn es dir zu lange hämisch entgegen grinst. Stattdessen hämmer‘ einfach in die Tastatur, was dir spontan einfällt – ganz egal, wo im späteren Text der Inhalt dann platziert wird. Das hilft ungemein, der sogenannten „Schreibblockade“ die lange Nase zu zeigen. Soll sie doch blockieren, du fängst einfach woanders an.

Wenn du also spontan als erstes eine Idee für einen Abschluss hast, dann schreib‘ den Satz einfach auf. Es hilft auch, den oder die Textbaustein(e) dann auch weiter unten ins Dokument zu setzen. Für die Text-Kreativen unter euch: Natürlich sind auch Halbsätze oder unvollständige Schnipsel erlaubt, Wortspielereien und alles, was sonst so hervorsprudelt. Das Bewerten, Filtern, Aussortieren kommt später. Erstmal gilt: Raus damit!

 

 

Tipp 2: Sag‘ gleich, was Sache ist!

Wir Menschen denken oft an den falschen Stellen (chrono-)logisch (behaupte ich). Wenn wir etwas sagen wollen – zum Beispiel: ich bin freier Grafiker mit freien Kapazitäten und bin genau der/die Richtige für Ihr Projekt – versuchen wir oft, den Leser erstmal zu dieser Aussage hinzuführen, als wäre sie ein gefährlicher Brandherd, dem man sich nur mit äußerster Vorsicht nähern sollte.  Also erklärt man erst, wie man auf die Idee gekommen ist, die Person X anzuschreiben, dann wer man ist, was man alles auf der Pfanne hat usw.

Dann hat man schon eine halbe Seite geschrieben, und der Adressat weiß immer noch nicht, was man eigentlich will. Das macht die wenigsten Menschen happy.

Also gilt: Sag‘ erst das WAS und dann das WARUM. Erst die Nachricht – bumm! – und dann alles, was sie ausschmückt, begründet oder bei Bedarf auch mal in Watte packt.

Falls sich das für dich erstmal komisch anfühlt – „ich kann doch nicht mit der Tür ins Haus fallen“ – lass‘ dich nicht irritieren und bleibe dran an dieser Reihenfolge. Das ist meist deshalb ungewohnt, weil wir alle das von so vielen ungelenken Texten und Anschreiben kennen.

Aber Achtung: Das heißt NICHT, dass ein Text keinen kreativen Einstieg haben darf, der Lust macht, auch den nächsten Satz zu lesen!

 

Tipp 3: Lies' dir deinen Text laut vor

Du hast deinen Text fertig – und sei es „nur“ die Kontaktaufnahme über Xing mit einem potenziellen Auftraggeber. Vor allem, wenn du Tipp 1 angewendet hast, wirst du ziemlich sicher Textabschnitte mehr als einmal hin- und hergeschoben und Satzschnipsel umformuliert haben. Jetzt nimm‘ dein Werk und lies es laut vor, wie ein Nachrichtensprecher. Du wirst dann sofort und garantiert über die Passagen stolpern, die „irgendwie“ noch nicht stimmen. Das Tolle daran: Du brauchst überhaupt nicht zu wissen, warum das so ist. Lass‘ dich einfach von deinem ganz normalen Sprachgefühl leiten. Versuche dann, die Stolpersätze nach deinem natürlichen Redefluss umzuschreiben. Manchmal reicht es schon, zwei Worte in der Reihenfolge umzudrehen; oft macht man das automatisch schon beim laut Lesen; manchmal wirst du merken, dass ein Wort zu viel ist, und manchmal ist das Wort oder der Satzbaustein sperrig. Lies nur mal das hier laut: „Ich biete Ihnen, jederzeit von meinem Standort in München aus spezialisierte kundenfokussierte Spezifikationslösungen an“. Hast du noch genug Luft bekommen? 😉

 

Drück "Love it"...

...wenn Dir dieser Gedanke gefällt..

 

Warum sowas wichtig ist? Weil du beim laut Lesen quasi aus deinem eigenen Text heraustrittst und besser die Rolle des Adressaten einnehmen kannst. Und der soll ja schließlich flüssig von einem Gedanken zum nächsten kommen, das Gelesene direkt verstehen und sich im besten Fall auch was davon merken oder gleich anrufen, um mehr von dir zu erfahren.

Übrigens: Dahinter steckt das Geheimnis der 3-Sekunden-Regel – dazu gerne mal in einem anderen Blogbeitrag mehr (es ist echt spannend!).

 

Viel Spaß beim Ausprobieren und Entdecken deines Texttalents!

PS: Diesen Text habe ich übrigens mit Tipp 1 angefangen, dann den Abschnitt nicht mal zu Ende geschrieben und dann bin ich direkt hier nach „unten“ gesprungen, und dieses PS ist entstanden. 😉

Über die Autorin: Anette Hrubesch bringt seit 2003 Marken sprachlich auf den Punkt. Als freie Konzeptionerin und Texterin entwickelt sie Ideen und findet die richtigen Worte, als Mentorin und Trainerin begleitet sie Studierende sowie Young Pros aus der Kreativwirtschaft in Sachen Konzeption, Kreativität und Präsentation.

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